| Internet: www.stadtfuehrung-krakau.com | Christian_Vogt - Geschichten Fabeln: Seite -2- von -3- |
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Die Person bewegte sich nun in Richtung Strand. Sand wirbelte umher, als schließlich die letzte Düne erreicht wurde. Das Meer türmte sich auf und brach schäumend wieder in sich zusammen. Der Wind peitschte den Regen unaufhörlich vor sich her. Wo am Vortag noch weißer Strand gewesen war, befand sich nun ein riesiges Ungetüm aus Wasser, das mit voller Wucht unaufhaltsam auf die Dünen zurollte.
Die sonderbare Gestalt stieg jetzt zum Meer hinunter, watete durch kniehohen Schaum. Mit großen Schritten ging es immer weiter ins Meer hinaus. Denn dort draußen, etwa 30 Meter vor der Küste mitten im Wasser, lag ein großer Bunker aus einem der Weltkriege. Er ragte wie ein inselartiger Felsblock aus den tosenden Fluten hervor.
Und schon war die Person auf diesen künstlichen Felsen geklettert und das Spiel begann: Sogleich kam die erste Welle in Richtung des Bunkers, die zweite und dritte folgten. Alle verfehlten jedoch ihr Ziel. Minute für Minute wurde das Meer stärker, trotzdem stand diese Statue wie angewurzelt auf dem Felsen. Das Spiel wurde härter, denn die Wellen gelangten schließlich bis zum Bunker, durchnässten alles. Sie versuchten, die Gestalt zu besiegen, sie vom Bunker hinabzuwerfen. Doch je höhrer die Wellen anwuchsen, desto kräftiger wurde der Widerstand der Statue auf dem Felsen.
Da zeigte sich auf einmal der Mond, nur für wenige Sekunden leuchtete er das Gesicht des jungen Mannes näher aus. Ein breites sonderbares Lächeln war zu sehen, ein Lächeln, dem die große unendliche Freiheit anzusehen war. Ein Lächeln auf einem Gesicht, dessen Augen für kurze Zeit geschlossen waren, um zu genießen. Die meterhohe Welle sah er deshalb nicht kommen, aber er fühlte sie. Wie in Zeitlupe stürzte das Wasser über diese Gestalt, riß sie kopfüber vom Bunker hinunter und ließ dieses fröhliche Gesicht im Strudel der Gezeiten verschwinden ... .
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