"Ich komponiere und singe, also bin ich ..."
Die Tatsache, dass sich der Krakauer Stadtführer Christian Vogt selbst als Musiker bezeichnet, wird von Berufsmusikern meist kurz belächelt. Lange Zeit hätte sich Christian das selber auch nicht träumen lassen, denn er hat niemals eine komplette musikalische Ausbildung genossen. Trotzdem komponiert und singt Christian seit über 16 Jahren ganz nach der Devise: "Ich komponiere und singe, also bin ich Musiker!" Die Beschränkung, wenig über die Musiktheorie zu wissen, gibt ihm aber gleichzeitig die Freiheit, neue inovative Melodien zu entdecken wie auch eine ganz andere Art der Inspiration zu nutzen.
Wesen von Christian Vogts Musik
Bei Christians Musikstil handelt es sich meist um gesungene Poesie, dabei ist jedes Gedicht gleichzeitig ein Lied und umgekehrt. Jedes Gedicht besitzt für sich somit seine eigene Melodie. Christian Vogt wird in erster Linie von der Natur mit ihren romantischen Naturgewalten inspiriert: Der Ton eines durch die Lüfte gleitenden Vogels, ein Garten voller blühender Blumen, Regentropfen, wilder Sturm oder der Sonnenaufgang. Alles das sind stark energiegeladene, in ihrer Einzigartigkeit wie auch romantischen Vergänglichkeit zu beschreibende musikalische Ereignisse, denen der Mensch willkürlich ausgeliefert ist.
Tiefe der Melancholie - Höhe des Lichts
Fast alle Lieder und Gedichte von Christian Vogt besitzen ein Reimschema. Das mag vielleicht altmodisch sein, aber ein Gedicht ohne Reim ist für ihn kein richtiges Gedicht. Alle Werke sind oft so aufgebaut, dass sie eine Richtung und Entwicklung aufzeigen. Aus der Tiefe der tragischen Melancholie geht es oft in die Höhen des Lichts. Christian Vogt versucht also stets, Lösungen zu finden, anstatt der Verführung zu erliegen, auf trostlosem "amerikanischen" Geplärre und Gequatsche sitzen zu bleiben. Kommerzielle Musik a la "Baby verlass mich doch nicht!" beschreiben einfach nur statische Mangelsituationen.
