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Kazimierz

Jüdisches Kazimierz - Jüdisches Viertel

Die Juden siedelten in Kazimierz erst Ende des 15. Jhds. Damals wurde ein Edikt erlassen, welches jene zwang, Krakau zu verlassen, wo sie schon seit dem 13. Jhd. ansässig waren. Da die Juden in Polen nicht so stark verfolgt wurden wie in Westeuropa, kamen immer mehr auch nach Kazimierz. Die jüdische Bevölkerung war rechtlich autonom und hatte auch ihre eigene Gemeindeverwaltung. Vor dem Zweiten Weltkrieg wohnten 65000 Juden in Kazimierz, das waren 25% der Bevölkerung von Krakau.

Vernichtung durch Nazi-Deutschland

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das gesamte jüdische Leben in Kazimierz durch die Nazis (Deutschen) vernichtet (Krakauer Ghetto 1941-1943). Heutzutage zählt die jüdische Gemeinde von Krakau nur noch 200 Mitglieder. Es gibt eine Synagoge welche zu religiösen Zwecken genutzt wird. Es handelt sich um die Remuh-Synagoge mit dem Alten Friedhof.

Remuh-Synagoge - Alter Friedhof - Tempel

Die Remuh-Synagoge wurde im 16. Jhd. für den berühmten Rabbi Remuh gestiftet. Der Alte Friedhof dahinter stammt aus der gleichen Zeit und ist eines der besten Beispiele eines jüdischen Renaissance-Friedhofs in Europa. Im jüdischen Viertel befinden sich noch andere Synagogen: z.B. die prachtvoll dekorierte Tempel-Synagoge der reformierten jüdischen Gemeinde.

Klezmer-Musik - Jüdisches Festival - Cafés

Heutzutage ist das Jüdische Viertel ein sehr beliebter Stadtteil mit einem eigenen alternativen Flair. Dort findet das berühmte Jüdische Festival statt, bei dem Menschen aus der ganzen Welt in der Breiten Straße tanzen. Jüdische Restaurants bieten jüdische Küche und Abende mit Klezmer-Musik. Daneben gibt es kleine Läden, Kunstgallerien, Pubs, Cafés um den Neuen Platz herum.


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